Archiv für den Monat: Oktober 2013

Lech meets Hamburg – do kasch as dr guat go lo

Einmal jährlich laden Lech-Zürs und die Lecher Betriebe die treusten Stammgäste zum Plausch. Nach dem Motto „do kasch as dr guat go lo“ (da kannst du es dir gut gehen lassen) fand das diesjährige Stammgästetreffen in der Hansestadt Hamburg statt. Auch wir waren dabei. Sowohl unsere zahlreich erschienenen norddeutschen Gäste, als auch wir genossen den Abend im Hotel Süllberg in Blankenese in vollen Zügen. Es war schön die treuen Seelen in ihrer Heimat zu treffen und einen geselligen Abend mit tollem Programm zu genießen.

Begonnen hat der Abend mit einem Aperitif auf der Terrasse mit Blick auf die Elbe. Anschließend genossen wir alle einige lustige aber auch interessante Kurzvorträge. Unter den Rednern waren Olympiasieger Patrick Ortlieb, Starfotograf Tim Hall, Bürgermeister Ludwig Muxel oder die sympathische Freeriderin und Lokalmatadorin von Lech Zürs am Arlberg Lorraine Huber um nur einige zu nennen. Das Buffet bestand aus traditionell österreichischen Gerichten wie Käsespätzle und Kaiserschmarren. Musikalisch untermalt wurde der Abend von den Lecher Alphornbläsern, dem Duo Ulli und Stephan mit Gitarre und Steirischer und der Lecher Band Leib und Sö.

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Gästen für ihr Kommen bedanken, aber auch beim Team der Lech-Zürs Tourismus für die tolle Organisation! Es war ein gelungener Abend und wir freuen uns schon sehr aufs nächste Mal wenn es wieder heißt: do kasch as dr guat go lo. Wer weiß, vielleicht ja sogar in Ihrer Stadt!

Auch Sylt 1 war mit dabei – sehen Sie selbst!

 

Was wir so in unserer Zwischensaison machen…

zum Beispiel einen Urlaub in Armenien…

Armenien ist nicht gerade das geläufigste Urlaubsland, aber sehr spannend und durchaus eine Reise wert.

Wie wir auf die Idee gekommen sind? Unser Onkel, Bernd Fischer, baut momentan in Gyumri, einer Stadt Nahe der türkischen und georgischen Grenze ein Therapie Zentrum für mehrfachbehinderte Kinder. Betrieben wird das Haus von der Caritas Armenien, finanziert von der Caritas Vorarlberg.

So sind wir, meine Nachbarin Melanie und ich (Anna-Katharina), nun hier in Armenien und nein, niemand muss sich Sorgen machen. Obwohl die Arbeitslosigkeit in Gyumri bei 75% liegt ist die Kriminalitätsrate gering. Die hohe Arbeitslosigkeitsrate liegt daran, dass nach Abzug der Sowjets sehr viele Fabriken geschlossen wurden. Im Dezember 1988 war dann ein großes Erdbeben und zerstörte Städte, Familie und Einnahmequellen. Notdürftig wurden sogenannte Domigs errichtet. Container aus Blech. Den Betroffen wurde die Errichtung neuer Wohnmöglichkeiten versprochen. Darauf warten sie nun schon seit über 20 Jahren. Viele wohnen also nach wie vor mit ihren großen Familien in diesen Containern, die ca 30qm groß sind. Im Sommer wird es erdrückend heiß, im Winter gefriert das Wasser an den feuchten Wänden. Isolation kennt man hier nicht. Geheizt wird mit Gas, welches teuer ist und mit Holz. In der Umgebung von Gyumri ist Holz knapp und teuer. Meist wird nur ein Raum geheizt, in dem dann die ganze Familie überwintert. Familien mit 5-10 Kinder sind keine Seltenheit. Aufgrund der schlechten hygienischen Verhältnisse ist die Behindertenrate übermäßig hoch. So kommt es vor, dass in vielen Familien mehr als ein behindertes Kind lebt.

Dies alles klingt sehr trostlos. Ist es auch. Jedoch gibt es auch eine andere Seite der Medaille. Armenier sind sehr geschäftstüchtig und die meisten versuchen wirklich das beste aus ihren beschränkten Möglichkeiten zu machen. Jeder, der die Möglichkeit hat, baut in seinem Garten Gemüse und Obst an. Armenien ist sehr fruchtbar – es wächst und gedeiht überall. Alles Bio – versteht sich. Im Sommer wird geerntet und für den Winter eingeweckt. Überall duftet es nach Essen. Armenier sind sehr sehr religiös und gastfreundlich und auch die Ärmsten teilen alles.

Die Landschaft ist ausgesprochen schön. Sanfte Hügel, große Äcker, aber auch schneebedeckte Berge sind zu sehen. Leider auch viele Plattenbauruinen und Müll. Zum Wandern und Mountainbiken ein Paradies. Für alle die gerne durch Märkte schlendern sind die Möglichkeiten hier topp. Verkauft wird alles. Vor allem aber das wie bereits erwähnt sensationell gutes Gemüse und Obst.

Unsere Reise neigt sich nun schon wieder dem Ende zu. Was bleibt sind tolle Erinnerungen an ein Land mit viel Potential. Einer tollen Landschaft und freundlichen Menschen. Übermorgen geht es für uns nach Tiflis von wo aus unser Flug wieder Richtung Heimat geht. Tiflis soll im Übrigen eine sehr quirlige und sehenswerte Stadt sein. Wir sind gespannt!

All jene, die lieber alleine über weite Bergrücken laufen, als am Strand von Rimini in der Sonne zu braten und für einige Zeit auf trendige Kaffees und Szenebars verzichten können, sind hier richtig und werden begeistert sein. Statt schicken Einkaufsstraßen gibt es einen tollen Markt mit allem was der Magen begehrt.

Kompetenter Ansprechpartner in Sachen Armenienreisen ist Alexan vom Hotel Berlin Art Hotel in Gyumri.

 

 

der erste Schnee in Lech

Nachdem es gestern das erste Mal in Lech geschneit hat, konnte uns nichts mehr im Haus halten. Raus an die frische, kalte Luft. Der Schnee glitzert und das Omeshorn sieht aus wie im Jänner. Herrlich! Wir freuen uns schon auf den Winter. Nicht mehr lange und wir ziehen die ersten Spuren in den frischen Pulver!_DSC7602  _DSC7609 _DSC7638

 

 

 

 

 

 

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Fotoworkshop mit Tim Hall

An einem wunderbaren Herbsttag durfte ich einen Workshop bei dem englischen Fotograf Tim Hall besuchen. Er hat gerade ein tolles Buch über den Arlberg veröffentlicht.

Wir starteten in St. Christoph und gingen entlang des „Berggeisterweg“ Richtung Stuben.Es war sehr eindrucksvoll. Das Wetter wechselt hier in den Bergen so schnell. Und wie man sieht lohnt es sich auch, wenn die Sonne mal nicht scheint, die Kamera auszupacken und los zu legen.

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17. Philosophicum Lech

Mi, 25.09.2013 – So, 29.09.2013
Ort: Neue Kirche Lech

Thema: ICH. Der Einzelne in seinen Netzen.
Das Philosophikum Lech 2013 hat alle bisherigen Rekorde gebrochen. Das Symposion steht einem interessierten Publikum offen, das dieses Angebot in einem überraschenden Ausmaß angenommen hat. Ein Großteil der Veranstaltungen war ausverkauft. Der Widerspruch zwischen Ich und Gemeinschaft, zwischen dem Einzelnen und der Welt, in der dieser lebt, gewinnt unter den aktuellen Bedingungen neue Konturen, Schärfen und paradoxe Ausprägungen. Diese Entwicklung wurde beim 17. Philosophicum Lech mit Philosophen, Kulturwissenschaftler, Soziologen und Naturwissenschaftler und mit dem Publikum diskutiert. Weiterlesen