Peters Wandererlebnis in Lech am Arlberg

Hallo, ich bin Peter. Gemeinsam mit meiner Frau Gisela bin ich in diesem Sommer zum ersten Mal in Lech am Arlberg. Freunde haben uns das Hotel Aurora und unserem befreundeten Paar (mit drei Kindern) ein Appartement im Haus Braunarl empfohlen. Für den Sommerurlaub haben wir uns nichts Bestimmtes vorgenommen, wir wollten einfach nur die Natur genießen, gemütlich wandern und entspannen. Aber dass schon der Urlaubsstart zu einem wahren Wandererlebnis wird, ahnten wir nicht.

Ein entspannter Urlaubsstart

Gemütliches Abendessen im Hotel Aurora. Foto: Elina S./pexels.com

Der erste Urlaubstag war recht gemütlich. Wir kamen an, bezogen unser Zimmer und entspannten erstmal im AURORA Spa. Dann, so gegen 18.30 Uhr, trafen wir uns mit unseren Freunden und den drei Kindern an der Bar. Sie übernachteten ja im Haus Braunarl, konnten aber das Essen im Hotel Aurora dazu buchen. Perfekt, um gemeinsam in den Urlaub zu starten. Nach dem Aperitif gings dann weiter zum 4-Gänge-Menü. Auf dem Weg ins Restaurant trafen wir bei der Rezeption auf die Gastgeberin Frau Burtscher vom Hotel Aurora. Sie wünschte uns einen guten Abend, erkundigte sich gleich nach unserem Befinden und ob wir es uns schon gemütlich gemacht haben. Wir kamen ins Gespräch und kurz darauf bekamen wir tolle Tipps für unsere bevorstehenden Urlaubstage.

Wandertipps der Gastgeberin

Die Umgebung vom Hotel aus erwandern

Die Gastgeberin erzählte voller Begeisterung, was es in der Umgebung zu entdecken gibt. Man spürte richtig, dass sie stolz auf ihre Heimat und selbst fasziniert von der Natur ist. Meine Gisela wollte gleich wissen, wo man gut wandern gehen kann und bat um einen schönen Wandertipp. Ohne zu zögern, verriet uns Frau Burtscher, dass wir direkt vom Hotel und Apartmenthaus aus eine Etappe des Lechwegs machen könnten. Dies sei eine traumhafte Tour, die für jede Könnerstufe geeignet sei, sogar die Kinder könnten mitgehen. Gisela strahlte und sagte zu mir: „Komm, Peter, das machen wir morgen!“ Das klang gut und ich nickte zustimmend. Auch unsere Freunde und die Kids waren vom Wandertipp der Gastgeberin begeistert.

Der Bann des Lechwegs

Wandern entlang des Lechs. Ein einzigartiges Erlebnis.

Am nächsten Tag in der Früh standen wir um 07.30  Uhr auf und machten uns bereit. Ein Blick aus dem Fenster zauberte uns sofort ein Lächeln ins Gesicht, denn es erwartete uns ein traumhafter Sommertag. Voller Vorfreude und höchst motiviert gingen wir zum Frühstück. Da kam der Frühstückskellner, übergab Gisela sieben Lunchpakete und sagte: „Eine wunderschöne Wanderung wünsche ich Ihnen!“ Nach der reichhaltigen Stärkung und mit Wanderkarte und Rucksack ausgestattet gingen wir los. Schon nach wenigen Metern wurde ich von den Naturschönheiten in den Bann gezogen – der Fluss und das Farbenspiel: türkises Wasser, saftig grüne Bäume, Grau- und Sandtöne am Ufer des Flusses und im Hintergrund die massiven Berge. Von der einen auf die andere Sekunde erfüllte mich ein herzerwärmendes Glücksgefühl und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich schloss die Augen und hörte das Vogelgezwitscher, roch den Duft von Heublumen und mir wurde bewusst, wie schön es hier ist. Gisela genoss es auch, das konnte ich an ihrem Gesicht ablesen!

Etappen-Wanderung zum Formarinsee

Gisela las etwas aus der Karte vor: „Der Lechweg, 125 km, 15 Etappen, unser Ziel heute: Formarinsee.“ Die Kinder jubelten, liefen voraus, sammelten Steine und Wurzeln und hatten einfach Spaß. Der Weg war angenehm zu gehen. Es ging manchmal ein bisschen bergauf, manchmal ein bisschen bergab. Aber alles so, dass es nicht zu anstrengend war.

Über Stock & Stein, über Brücken, durch Felder. Foto: Lech Zürs Tourismus, Christoph Schoech

Zwischendrin machten wir Pausen, fanden gemütliche Plätze direkt am Flussufer, tranken frisches Bergwasser und naschten aus dem Lunchpaket. Das war richtig erholsam. Nach ein paar Stunden Fußmarsch (inkl. Pausen) erreichten wir dann ein Naturjuwel, von dem uns die Gastgeberinnen am Vorabend erzählt hatten. Der Formarinsee. Ein Natursee, auf 1.793 m gelegen, tiefblau, umgeben von Bergen. Mit einem unterirdischen Karsthöhlen-Entwässerungssystem und das ist alles natürlich entstanden! Faszinierend! Vereinzelt waren noch kleine Schneefelder rund um den See. Und das im Sommer! Aber genau das macht diese alpine Bergwelt so einzigartig. Vor allem die Kids fanden das richtig „cool“ und starteten gleich eine Schneeballschlacht. Wir Erwachsenen bestaunten derweil die Natur. Das übertraf all meine Erwartungen, ich war sprachlos.

Per Wanderbus zurück ins Hotel

Denselben Weg wieder zurück zum Hotel zu marschieren, das wäre für uns am ersten Wandertag etwas zu viel des Guten gewesen. Da sich aber meine liebe Frau Gisela bestens informiert hatte, wusste sie, dass es einen Wanderbus zurück nach Lech gibt. Davon machten wir natürlich Gebrauch. Mit dem Bus kamen wir ruckzuck direkt nach Lech, wo wir dann in nur wenigen Gehminuten zurück im Hotel waren. Das war ein guter Mix aus Gehen und Fahren.

Voller Freude neue Wanderungen planen. Foto: Porapak A./pexels.com

Am Abend waren wir müde, aber mehr als glücklich. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Gisela und ich waren aber so überwältigt, dass wir gleich die Wanderkarte zur Hand nahmen und neue Wandertouren für die Folgetage heraus suchten.

 
Da gilt es, Frau Burtscher ein großes Dankeschön auszusprechen, da sie uns mit dem Wandertipp Lechweg einen unvergesslichen Urlaubsstart ermöglicht haben! Und von diesem Wandererlebnis hier in Lech am Arlberg werde ich noch ganz lange erzählen. Auf den nächsten Urlaub freuen wir uns schon sehr!