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UNSER WINTER 2020/21 IN LECH AM ARLBERG

Der Winter 2020/21 wird uns allen wohl noch lange als eine außergewöhnliche Zeit in Erinnerung bleiben. Wir konnten unsere Gäste nicht bei uns willkommen heißen und Sie konnten den Lecher Winter nicht in allen Zügen auskosten. Aber wichtig ist schließlich, an jeder Situation auch das Positive zu sehen und guten Mutes voranzugehen. Das haben wir getan – und dabei unser Aurora auf Vordermann gebracht und die verschneiten Berge gemeinsam erkundet.

Ein Winter ganz ohne unsere Gäste

Welche Erinnerungen kommen Ihnen, wenn Sie an die zurückliegenden Wintermonate denken? Uns kommt vor allem in den Sinn, was in diesen Erinnerungen fehlt: Nämlich unsere Gäste. Zum ersten Mal seit wir denken können konnten wir Sie leider nicht bei uns im Aurora und Haus Braunarl im schönen Lech willkommen heißen und verwöhnen. Immer wieder lebte die Hoffnung in uns auf, doch noch öffnen zu können, aber es kam dann immer anders. Dabei war der Winter wirklich herrlich: so viel Schnee, so viel gute, frische Bergluft und so viele Aktivitäten, um beides zu genießen. Auch im Hotel gab es jede Menge zu tun. Und so haben wir die gästelose Zeit genützt – draußen und drinnen. Im Aurora haben wir etwa das Buffet umgebaut und auf den neusten Stand gebracht, um allen Hygienerichtlinien zu entsprechen. Durch den vielen neuen Platz, der dadurch frei wurde, ist eine ganz neue, schöne Stube entstanden. Wir freuen uns schon, Ihre Augen zu sehen, wenn Sie sie zum ersten Mal betreten!

Zeit, um die Berge zu genießen

Der Lecher Winter ist vor allem zu einem da: zum Erleben. Da unsere Kinder ja schon etwas größer sind, haben wir die Chance ergriffen und das gemacht, wozu wir seit Jahren gar nicht mehr gekommen sind: Wir haben unsere Skier aus dem Keller geholt und uns auf gemacht in den Schnee. Es war wirklich seltsam, das sonst so belebte Skigebiet Lech-Zürs so leer zu sehen – viel zu leer. Wir sind auf unseren Fellen hinaufgestiegen und haben so manche wunderbare Skitour gemacht. Immer wieder blieb uns aufs Neue die Luft weg über die Erkenntnis, in welcher beeindruckenden Region wir doch leben dürfen. Auch nach Jahren ist das immer noch so. Hinter jeder Gebirgskante ein neuer, unerwarteter Ausblick. Glitzernder Schnee über hartem Stein. Weite, weiße Hänge, die Bäume wie zugedeckt in ihrem Schneekleid. Man kann gar nicht anders als stehen bleiben und staunen.

Während wir also unsere Liebe zu den Bergen auf vielen Skitouren neu erlebten, hat unsere Mama, Frau Muxel, nicht nur die Liebe zum Skifahren, sondern auch zum Langlaufen entdeckt. Mit Genuss ist Sie die Loipe ins Zugertal entlanggefahren – eine Strecke, die auch für uns Einheimische, obwohl wir fast jeden Tag diesen Weg gehen, stets wunderbar entschleunigend ist und tolle Blicke eröffnet.

Sehnsucht und Vorfreude auf den Sommer

Wie Sie sehen, haben wir wirklich versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Aber auch wenn es auf diese Weise zwar eine sehr seltsame, jedoch auch schöne, ruhige Zeit war, vermissen wir am Ende doch immer mehr und mehr Sie und unsere lieben Mitarbeiter. Das gehört einfach zu unserem Leben dazu und es ist wie eine Lücke, die nicht gefüllt wird. Das Aurora und das Haus Braunarl sind viel zu ruhig, beide Häuser brauchen die Menschen, das Leben, unseren gewohnten Alltag. In uns wächst deshalb mit jedem Tag die Sehnsucht und wir können es gar nicht mehr erwarten, endlich gemeinsam mit Ihnen ein warmes Wiedersehen zu feiern.

Ja, vielleicht ist es schon im Sommer soweit? Wir sind jedenfalls voller Hoffnung und möchten voraussichtlich am 2.6.2021 in den Lecher Bergsommer starten. Wir haben uns bereits ein abwechslungsreiches, spannendes Programm für Sie ausgedacht und natürlich können Sie sich auch wieder auf den einen oder anderen persönlichen Tourentipp in der Arlberg Region freuen.

Lassen wir uns also einfach mal von dieser Sommervorfreude anstecken und fiebern wir gemeinsam dem Moment des Wiedersehens, hier bei uns in Lech, entgegen.

Ihre Familie Muxel

Von der Quelle bis zum Fall: DER LECHWEG

Sich seine Wanderschuhe anziehen, den Rucksack schultern, kurz die Karte konsultieren und los geht´s. Beim Weitwandern kann man für ein paar Tage alles hinter sich lassen, den Kopf frei bekommen, seine Gedanken neu ordnen und einfach abschalten. Im Gegensatz zu kurzen Touren gewinnt man beim Weitwandern mehr Abstand zum Alltag, zum Stress. Man hat ein bestimmtes Ziel vor Augen, dessen Erreichung mehr Zeit in Anspruch nimmt und deshalb fällt das Abschalten und Zur-Ruhe-Kommen leichter. In den letzten Jahren erfreut sich das Weitwandern immer größerer Beliebtheit. Neben dem allseits bekannten Jakobsweg gibt es auch bei uns in Lech einen beliebten Weitwanderweg: den Lechweg.

Atemberaubende Ein- und Ausblicke

125 Kilometer erstreckt sich der Lechweg vom Formarinsee am Arlberg bis zum Lechfall in Füssen, im Allgäu. Am Wegesrand gibt es allerhand zu entdecken, zu probieren und zu sehen. Der Weg schlängelt sich entlang des Lechs über Berge, Almwiesen, vorbei an Seen und gibt einen unvergleichlichen Einblick in die Flora und Fauna der Region preis. Vom Hochgebirge, auf knapp 1.800 Metern, führt er bis ins Alpenvorland auf rund 800 Meter Höhe. Der Lechweg kann in mehreren Varianten zurückgelegt werden, da er in unterschiedliche Etappen aufgeteilt ist. Somit hält er für jede Konditionsstufe ein passendes Modell bereit. Tipp: Mit Ruhetagen dazwischen ist der Weg auf für gemütliche Wanderer ein tolles Erlebnis.

Unsere drei Etappen

Auch direkt vom Hotel Aurora und vom Haus Braunarl können drei Etappen des Weges erwandert werden:

Der Einstieg in den Lechweg – vom smaragdgrünen Formarinsee nach Lech – führt über eine malerische Landschaft entlang des wilden Lechs. Bereits bei dieser ersten Etappe erhält man einen Vorgeschmack auf die majestätische Landschaft, die den Lech auf seiner Reise begleitet.

Die zweite Etappe führt von Lech nach Warth. Der Weg schlängelt sich oberhalb der Lechschlucht bis hinauf zum Grenztobel, der Gemeindegrenze zu Warth. Mit dem Wanderbus kommen Sie dann bequem wieder zurück nach Lech.

Am dritten Tag gelangen Sie mit dem Wanderbus schnell wieder nach Warth, von wo aus es über einen Panoramaweg zum Tagesziel, Steeg, geht. Die Route eröffnet herrliche Ausblicke ins Lechtal.

Unterwegs am Lechweg ( (c) Lech Zürs Tourismus, Christoph Schoech)

Genussreiches Wandern

Weitwandern in Lech ist ein Erlebnis für alle Sinne. Entlang des Weges lassen sich nämlich neben der Natur auch die kulinarischen Highlights der einzelnen Stationen und Dörfer entdecken und natürlich auch probieren. Mit Köstlichkeiten wie Käse, Speck oder Gin lassen sich alle Sinne bezirzen und ein rundum Wohlgefühl stellt sich ein. Tief einatmen, die Bergluft in sich aufsaugen und einfach genießen. So geht Erholung in den Bergen.

Wir als Partnerbetriebe des Lechwegs sind auf all Ihre Bedürfnisse bestens eingestellt. Als Alternative zum Weitwandern bietet sich eine Tour zu den Lechschleifen an, die dem Lechweg in puncto Schönheit in nichts nachstehen. Gerne informieren wir Sie genauer über Einzelheiten oder planen mit Ihnen die für Sie passende Route. Unser Bergsommer Shortstay ist das perfekte Angebot für Ihren Einstieg in ein atemberaubendes Erlebnis. Also, falls Sie auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind oder einfach ein paar Tage Abstand brauchen: Weitwandern tut der Seele gut und die Lecher Berge sowieso.

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

 

PROSIT NEUJAHR(SVORSÄTZE)!

Die letzten Tage des alten Jahres, Silvesterabend, Neujahr, die ersten Tage des neuen Jahres – zuerst ist man voller Tatendrang, Zuversicht und eisernem Willen, aber schon bald hat man sie vergessen. Die Rede ist von den guten Neujahrsvorsätzen. Man nimmt sich vieles vor, überlegt oft tagelang und wenn es dann endlich so weit ist, stehen sie plötzlich ganz am Ende der Prioritätenliste. Einige Vorsätze schaffen es zwar immer wieder über die ersten Tage oder sogar Wochen drüber, aber irgendwann geraten auch sie in Vergessenheit. Es scheint fast so, als ob es nicht mehr modern wäre, Neujahrsvorsätze zu haben. Dabei sollen sie uns doch eigentlich anspornen, etwas Gutes zu tun oder in unserem Leben etwas zu verändern.

Aller Anfang ist schwer

Man muss klein anfangen, um Großes zu bewirken. Daher habe ich beschlossen die guten Neujahrsvorsätze wieder einzuführen. Dabei ist es gar nicht so wichtig, gleich die ganze Welt erobern zu wollen. Denn bekanntlich ist ja aller Anfang schwer. Ich habe mir nach diesem turbulenten Jahr 2020 vorgenommen, meine Zeit bewusster wahrzunehmen, mehr zu genießen und mich auf jeden Augenblick zu konzentrieren. Wir waren im letzten Jahr öfter dazu angehalten, eine Pause zu machen, waren nicht ganz so beschäftigt wie wir es gerne gewesen wären. Dennoch ist es nicht das gleiche, wenn man sich vornimmt bewusst eine Pause zu machen, wie wenn man sie „verordnet“ bekommt. Bewusst seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und Erholung in der Natur zu suchen. Stichwort Natur: Bei uns in Lech verbringen wir viel Zeit draußen in den Bergen, an der frischen Luft. Etwas für uns alltägliches, wofür unsere Gäste aber weite Reisen auf sich nehmen, um die frische Bergluft und die Ausblicke zu genießen. Um von ihrem Alltag eine Pause zu machen und zu spüren, was „Berge für die Seele“ bedeutet.

 

Die unscheinbaren Dinge

Sich dessen bewusst zu werden, was für ein großes Glück es ist, inmitten dieser atemberaubenden Natur leben und arbeiten zu können, das habe ich mir vorgenommen. Den Freiraum, die klare Bergluft zu spüren, die Fernsicht und die Gipfelerlebnisse für trübe Tage zu speichern. Die Natur hatte immer schon einen großen Stellenwert in unserer Familie. Aber auch wir mussten feststellen, dass sie uns zu alltäglich geworden war. Wie nebenbei lädt sie unsere Batterien bei Spaziergängen, Wanderungen oder Biketouren wieder auf. Ohne dass wir uns dafür groß anstrengen müssten. Ein schönes Gefühl. Viele Menschen haben dieses Privileg nicht. Daher habe ich in diesem Jahr wieder einmal einen Neujahrsvorsatz gefasst. Ich freue mich auf das bewusste Genießen.

Voller Kraft und Energie ins neue Jahr

Mit diesen Gedanken möchte ich auch Ihnen ein paar Wünsche zum neuen Jahr mitgeben. Ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches neues Jahr. Aber vor allem: Bleiben Sie mutig und schauen Sie nach vorn. Vielleicht haben auch Sie ein paar Eindrücke unserer Berge abgespeichert und können jetzt darauf zurückgreifen und Kraft und Energie daraus schöpfen. Wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen mit Ihnen und auf viele aktive Tage in der Lecher Bergwelt.

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

GIB DEINER SEELE BERGE

Dieses unbeschreibliche Gefühl von Freiheit, wenn man oben angekommen ist. Der atemberaubende Weitblick und alles im Tal klein und unbedeutend wirkt. Am Dach der Welt zu stehen, das Empfinden, ganz oben angekommen zu sein. Davon zehren wir in Lech. Dafür leben wir. Dieses spezielle Gefühl, dass man, wenn man es einmal erlebt hat, immer wieder verspüren will. Das macht den Reiz an den Bergen aus. Die Genugtuung, es aus eigener Kraft zum Gipfel geschafft zu haben – oft bei widrigsten Bedingungen. Hier in Lech haben wir das große Glück, uns jederzeit in diese Welt aus Felsen, Eis und Schnee flüchten zu können. Den Freiraum, den sie uns gibt, voll auszukosten.

Gänsehaut pur

Im letzten Jahr haben wir ein Video über den Winter in Lech gedreht. Bei mir sorgt es auch heute noch für Gänsehautmomente, wenn ich es mir ansehe. Die Kraft der Berge, die Weite und die vielen Möglichkeiten sind in dieser zerklüfteten, steilen und friedlichen Welt zu bewegen sind endlos. Abschalten und zu sich finden, das gelingt nirgends einfacher als bei uns in Lech. Aber werfen Sie einen Blick hinein und überzeugen Sie sich selbst. Magische Momente, sportliche Herausforderungen und traumhafte Ausblicke erwarten Sie.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit Ihnen und auf viele aktive, schneereiche Tage.

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

 

VOM WANDERN UND VOM ANKOMMEN

Liebe Gäste und Freunde,

es gibt diese Tage, an denen wir schon voller Energie aufwachen. Ein Blick aus dem Fenster, die Sonne kriecht gerade hinter den Berggipfeln hervor, und wir wissen, heute ist ein Tag voller Erlebnisse und Aktivitäten. Dann machen wir uns auf, packen unsere Wandersachen und gehen los, um keinen dieser Augenblicke zu verpassen und das Wetter in vollen Zügen zu genießen. Die warme Herbstsonne scheint uns auf den Rücken und soweit das Auge reicht, sehen wir die satten Farben dieser bunten Jahreszeit.

Halbtagswanderung auf die Hasenfluh

An solch einem Tag sind wir zu einer Wanderung auf die Hasenfluh auf 2.534 Metern aufgebrochen. In diesem Jahr fährt die Seekopfbahn das erste Mal auch im Sommer – Grund genug also, das auszunutzen. Komfortabel im gemütlichen Sessellift fuhren wir Richtung Zürser See nach oben. Es gibt eine goldene Regel, wenn man oben aus dem Lift aussteigt: Man muss sich in die Sonne stellen, tief einatmen, die frische Bergluft bis in die letzten Zehenspitzen spüren, den Blick schweifen und alles auf sich wirken lassen. Dann wird man von einem tiefen Wohlgefühl erfüllt und spürt die Kraft der Berge.

Der Zürser See liegt ganz ruhig vor uns. Er strahlt eine tiefe Ruhe aus und wir saugen seine Energie in uns auf. Von der Bergstation sind wir nach einer guten Stunde Fußmarsch auf der Hasenfluh angelangt. Der Weg dorthin ist eine wahre Augenweide: bunte Wiesen, Felsmassive und natürlich jede Menge markante Gipfel. Über eine Grasflanke und durch eine Karmulde, die zwischen der mauergleich ansteigenden Hasenfluh verläuft, erreichen wir eine pultartige Anhöhe. Vor unseren Augen tut sich ein sagenhafter Blick auf die umliegende Bergwelt und den Flexenpass, den Rüfikopf, die Felspyramide Roggspitz und Valuga auf. Wir sehen klein unter uns Lech. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Alles unter uns ist klein und unbedeutend und wir sind ganz im Hier und Jetzt und genießen den Moment.

Abkühlung am Zürser See

Nach einem Eintrag in das Gipfelbuch und einer kleinen Stärkung, gehen wir zurück zum Zürser See. Nach dieser Anstrengung lockt eine kleine Abkühlung und wir lassen die Füße in den tiefblauen See baumeln. Was wäre eine Wanderung ohne eine Belohnung am Ende? Den Apfelstrudel im Seekopfrestaurant haben wir uns redlich verdient. Wir sind mit unserer Halbtagstour sehr zufrieden. Wer jedoch noch ein Ticken sportlicher sein möchte, kann die Tour auch von Lech oder Zürs aus starten.

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

 

WANDERHERBST IN LECH AM ARLBERG

 

Liebe Gäste und Freunde,

keine Zeit im Jahr ist wie der Herbst. Wenn sich die Blätter so fröhlich bunt färben und das Licht der Sonne golden und warm auf Wiesen, Wäldern und Fels glänzt. Dann freut sich unsere Wanderseele im Aurora und Haus Braunarl – denn der Berg ruft zu unzähligen unvergesslichen Erlebnissen. Eine besondere Wanderung, die wir Ihnen heute gerne ans Herz legen möchten, ist die Tour zum Gipfel des Mohnenfluh.  Am besten bei Sonnenuntergang, dann ist die Stimmung wirklich magisch. Wir nehmen Sie mit auf den Weg, bis nach ganz oben…

Die warmen Herbsttage am Berg genießen

Der Herbst – das ist eine Jahreszeit, die wie Musik in unseren Ohren klingt! In Lech am Arlberg bedeutet das: die frische, klare Luft genießen, den Weitblick und die vielen Möglichkeiten unterwegs am Berg. Die Natur zeigt noch einmal vor dem Winter alles was in ihr drin steckt. Das Ergebnis ist ein buntes, intensives Farbenspiel, Tage vergehen wie im Fluge. Gemütlich, aktiv – ganz wie es beliebt. Oder einfach beides! Nach einem entspannten Tag am Waldschwimmbad juckt es uns noch in den Beinen nach mehr – einer Wanderung! Wir wollen die Stunden bis zum letzten Sonnenlicht auskosten. Und ganz ehrlich: die letzten Stunden des Tages sind auch die schönsten. Wenn sich alles dem Abend entgegenneigt, wird das Licht weich und samtig, golden und warm. Nichts wie rein in die Wanderschuhe und los!

 

Sonnenuntergangswanderung zum Mohnenfluh

Wir müssen auch nicht lange überlegen, das Ziel ist schnell auserkoren: der Gipfel des Mohnenfluh soll es sein! Eine anspruchsvolle Wanderung auf bis zu 2.542 m. Von Oberlech aus geht es aber erst mal gemütlich voran, wir traben voller Taten- bzw. Gipfeldrang an der Kriegeralpe und an den Gipslöchern vorbei, Richtung Steinmäderlift. Die Region hier kennen viele im Winter in- und auswendig, wenn sie über die Pisten jagen oder sich durch die tief verschneiten Wälder schlagen. Dann ist kaum zu erahnen, welche Blütenpracht und Naturjuwel sich unter dem Schnee verbirgt… Wenn wir so dahinwandern, berührt uns diese Wandlungskunst der Natur wieder bis ins Innere. Ruhe umgibt uns und diese herrlich frische Luft, von der wir gar nicht genug bekommen können. Nach teils bereits steilen Wegstücken erreichen wir den Mohnenfluhsattel, wo sich dahinter der Butzensee verbirgt – einer unserer Lieblingsseen mit seinem klaren, schimmernden Blau, eingebettet in die die sonst karge Gebirgslandschaft. Hier verweilt man gerne ein bisschen und lässt die Seele baumeln. Aber noch nicht jetzt – wir wollen weiter! Und zum Gipfel ist es nicht mehr weit, gleich haben wir es schon geschafft!

 

Der Moment ganz oben – Berge für die Seele

Das letzte Stück über steile Serpentinen, Fels und Geröll ist anstrengend, aber die Freude auf das Gipfelerlebnis treibt uns immer weiter…Und dann stehen wir nach dem Aufstieg oben auf 2.542 m – und das Gefühl ist unbeschreiblich. Vor uns tut sich ein atemberaubender Ausblick über Vorarlberg, den Widderstein, das Omeshorn und die Braunarlspitze auf. Sogar den Bodensee können wir von hier aus in der Ferne erkennen! Nachdem wir den Blick in uns aufgesogen haben, freuen wir uns auf eine Stärkung bei einer feinen Jause. Wir lassen uns rund um das Kreuz auf den Steinen zufrieden nieder, die letzten Sonnenstrahlen wärmen unser Gesicht. Der Horizont ist ganz von diesem magischen roten Licht gefärbt. In diesem Moment sind wir völlig allein hier oben. Nur der Wind pfeift ein wenig um die Felsen. Unser Private Luxury Moment. Und wir nehmen den Moment auf, mit Haut und Haaren und prägen ihn uns ein. Um noch Licht für den Abstieg zu haben, brechen wir schließlich auf. Doch dieser Augenblick bleibt in unserem Herzen, stärkt Körper und Geist. Das sind wirklich Berge für die Seele…

Solche Momente gibt es in Lech am Arlberg in Mengen. Man muss nur auf die Suche gehen. Mit den Wanderschuhen an den Füßen und der Freude am Erleben im Herzen. Wir freuen uns schon sehr darauf, gemeinsam mit Ihnen diese Augenblicke im Wanderherbst am Arlberg zu sammeln!

Tourdaten: Mohnenfluh, 2.542 m
Schwierigkeit:
anspruchsvoll
Länge: 10,99 km (Auf- und Abstieg)
Höhenmeter: 879 m (Aufstieg)
Dauer gesamt: 3:00 h

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

 

EIN SOMMER WIE DAMALS IN LECH

Liebe Gäste und Freunde,

wir alle sind froh, dass die turbulenten Zeiten der letzten Monate vergangen sind und eine neue Normalität eingekehrt ist. Dennoch hat sich vieles verändert. In der heutigen Zeit nehmen wir es als gegeben hin, die Zukunft vorausplanen zu können. Oft aber sind wir so sehr in unseren Gedanken versunken, dass wir glatt vergessen, im Moment zu leben.

„Denke daran, dass die Gegenwart alles ist, was du hast. Mache das Jetzt zum Mittelpunkt deines Lebens.” (E.Tolle)

Dieser Sommer wird anders werden, ruhiger, echter. Aber ist es nicht gerade das, was wir brauchen? Gelegentlich stelle ich mir vor, wie mein Leben aussehen würde, hätte ich vor hundert Jahren im schönen Lech gewohnt. Zugegeben, auch ich möchte die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts nicht zur Gänze missen. So ein Bergsommer früher muss allerdings schon etwas Besonderes gewesen sein. Heuer, meine lieben Gäste, haben Sie die Gelegenheit, einen Sommer zu erleben, der auf seine ursprünglichen Reize reduziert ist. Und das ganz, ohne eine Zeitreise zu machen.

Vom hohen Berg ins kühle Nass

(c) Hotel Aurora

In beständigem Tempo setze ich meine Füße nacheinander auf. Ich gehe Schritt für Schritt. Langsam verdrängt der Horizont die Dunkelheit und die Felsen leuchten in einem intensiven Orange. Die Sonne blinzelt hervor, ganz so, als wäre auch sie noch etwas verschlafen. Ich reibe mir die Augen und staune abermals über das atemberaubende Panorama, das sich zu meinen Füßen erstreckt. „So eine Sonnenaufgangswanderung ist immer wieder etwas besonders“, meint auch Martin Murr, der die Gäste jeden Samstagmorgen mit auf den 2542 m hohen Mohnenfluh nimmt. Als waschechter Lecher ist er nicht nur ein Bergfex, sondern auch ein leidenschaftlicher Schwimmer. Am liebsten geht er ins neu eröffnete Waldbad bei uns im Ort, verrät er mir. Dort hat man nämlich genug Platz im Schatten zu liegen und obendrein ist es schön ruhig.

Den Moment erleben

(c) Lech Zürs Tourismus | Daniel Zangerl

Auch Marilena Walch hat in Lech das Licht der Welt erblickt. Sie braucht die hohen Berge, damit sie die Weitsicht nicht verliert. Warum manche der Meinung sind, die Felswände schränken das Denken ein, kann sie nicht verstehen. Um ihre beiden Hobbies, das Bergsporteln und Yoga zu vereinen, hat sie sich kurzerhand dazu entschlossen, Yoga am Berg anzubieten. Immer mittwochs lädt sie die Gäste zum Mitmachen ein. Ich darf am eigenen Leib erfahren, wie das Vinyasa Flow Yoga meinen Körper und Geist in Einklang bringt und neue Lebensenergie in mich strömt. Ich atme ein und aus. Plötzlich, da bin ich ganz präsent.

Die Heilkraft der Natur entdecken

(c) Hotel Aurora

Achtsam sein muss auch Veronika Walch, wenn sie als „Krüterwible“ (Kräuterweibchen) durch die Wiesen streift. „Es ist schade, dass das Wissen um die Heilwirkung der Kräuter in Vergessenheit geraten ist“, räumt sie ein, als ich sie eines Donnerstags bei ihrer Runde begleite. Früher, als die Bauern hier noch kaum Zugang zu Medikamenten hatten, war es eine Selbstverständlichkeit, von der heilenden Wirkung der Pflanzen Gebrauch zu machen. Tatsächlich habe auch ich das Gefühl, dass die Lebensenergie der Kräuter in mich über geht und mich so auf ganz natürliche Weise beim Gesundwerden unterstützt. Obendrein eignen sie sich als ausgezeichnete Gewürze und verleihen sämtlichen Gerichten das gewisse Etwas.

Film ab!

(c) Lech Zürs Tourismus | Christoph Schöch

Langsam bricht die Nacht über unser Bergdorf herein. Die Grillen zirpen, ein kühler Wind zieht durchs Tal. Absolute Dunkelheit. Da sehe ich ein schummriges Licht am Schlosskopf Parkplatz aufflackern. Ist das etwa eine Leinwand? Als ich näher komme bemerke ich, dass ich eine Menge Autos am Parkplatz versammelt haben. Plötzlich dämmert mir: Ich befinde mich gerade im höchsten Autokino Europas! Die Zuschauer sitzen gemütlich in ihren warmen Autos und hören den Ton des Films über eine eigene Radiofrequenz.

Sie sehen, es wird auch diesen Sommer wieder allerhand zu erleben geben. Schalten Sie einen Gang zurück, kommen Sie zur Ruhe und tauchen Sie ein in einen Bergsommer wie damals.

Wir freuen uns schon auf Sie,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

IN LECH IST ES STILL

Jetzt ist es schon mehr als zwei Wochen her, seitdem die Wintersaison wegen der rasanten Entwicklungen der momentanen Ausnahmesituation frühzeitig beendet wurde. Seitdem ist es in Lech still geworden. Die Gäste und unsere Mitarbeiter sind abgereist. Wir sind hier, zwar in Quarantäne, aber gesund, passen aufeinander auf, halten Abstand. Und genießen die Natur. Das gibt uns jetzt Kraft – für den positiven Blick in die Zukunft.

Gesund & munter im ruhigen Lech

Manchmal braucht man eine Zeit, um Ereignisse zu verdauen und sich richtig klar zu werden, was eigentlich passiert. In Lech war es so. Alles ging so schnell, so plötzlich. Die Wintersaison beendet. Die Seilbahnen und Lifte schweben bewegungslos in der Luft. Die Pisten verweist. Die Gäste auf einmal nicht mehr da. Lech unter Quarantäne. Trotzdem haben wir den Kopf klar behalten und das Beste aus der Situation gemacht. Wir sind froh, sagen zu können, dass wir alle hier im Hotel Aurora und Haus Braunarl wohlauf sind. Auch unseren Gästen und Mitarbeitern geht es gut, sie sind sicher zu Hause angekommen und wir halten mit ihnen Kontakt. Bis jetzt haben wir zum Glück noch von niemandem gehört, dass er/sie krank geworden wäre. Das stimmt uns positiv. Wir können so alle unsere Kräfte und Gedanken auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Auf die Familie zum Beispiel, der Zusammenhalt ist jetzt für uns sehr wichtig. Wir genießen die viele Zeit miteinander. Unserer Oma können wir zwar leider nur von Ferne winken, aber wir wissen, dass sie gut beschäftigt ist. Sie ist fleißig am töpfern und nähen und wir müssen uns um sie keine Sorgen machen.

Kraft schöpfen in den Bergen

Eines ist für uns gerade jetzt natürlich besonders wichtig: Die Zeit in der Natur. Zum Glück können wir uns ja noch frei und unbeschwert draußen an der frischen Luft bewegen. Jetzt, wo Lech unter Quarantäne steht, ist es unglaublich ruhig. Der Blick schweift weit umher. Die Luft ist frisch, erholsam, klar. Hier können wir aufatmen und zur Ruhe kommen. Wegkommen, von den Nachrichten – auch das tut mal gut. Den Kopf frei bekommen. Das braucht man ab und zu, damit man nicht unter all den Ereignissen erstickt. Die Berge geben uns Kraft und Mut für die neue Zeit, die wir derzeit erleben. Wir würden gerne auch Ihnen Berge für die Seele schenken. Aber das kommt wieder, bald, da sind wir zuversichtlich. Im Moment verbringen wir viel Zeit mit unseren Kleinsten und den beiden Hunden. Frische Luft tanken, sich die Beine vertreten, mit dem Laufrad rund ums Haus, mit der Rodel durch den Wald Es ist schön zu sehen, wie ihr Lachen auch jetzt klar, fröhlich und laut erklingt.

Positiv der Zukunft entgegenblicken

Dank der Natur und der Nähe der Familie können wir der Zukunft positiv entgegenblicken. Es wird anders, da sind wir uns sicher. Ruhiger, entschleunigt, geerdet. Das ist aber auch nichts Schlechtes. Die Welt dreht sich weiter, nur in eine neue Richtung. Wie genau, lässt sich heute noch schwer beurteilen. Wir denken, dass es wichtiger wird, die Zeit auszukosten und es ruhiger anzugehen. Viele Momente in der Natur zu verbringen, nicht immer auf die nächste Party zu müssen, sondern sich auch über weniger, dafür Gutes und Authentisches zu freuen. Diesen Weg gehen wir im Aurora und Haus Braunarl schon lange. Bei uns heißt es ja: Abstand nehmen – vom Alltag, von der Hektik. Wo wenig viel bedeutet. In Details das Kostbare steckt. Sich im Einfachen eine ganze Welt offenbart. Wir sind gespannt darauf. Doch vor allem wünschen wir uns, dass wir uns in dieser Zukunft alle gesund und wohlbehalten wiedersehen. Darauf kommt es jetzt wirklich an. Auf die Gesundheit, die Kraft, den Zusammenhalt. Mit der Natur als Energiequelle und einem positiven Blick für das Kommende wird es uns gelingen.

Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute. Passen Sie gut auf sich und Ihre Liebsten auf, bleiben sie gesund – und schon bald sehen wir uns wieder in Lech am Arlberg. Wir freuen uns schon!

Bis bald,
Ihre Familie Muxel

EIN SKITAG IN LECH AM ARLBERG

 

(c) Raphaela Seifert

Der Winter ist zum Skifahren da! Besonders in Lech, wo das eine ohne dem anderen undenkbar wäre. Die Bedingungen fürs Skierlebnis lassen sich auch wirklich sehen. 305 sorgfältig präparierte Pistenkilometer warten da auf Ihre Bretter und 87 Seilbahn- und Liftanlagen stehen bereit, um Sie schnell und bequem auf den Berg zu bringen. Und das Hotel Aurora und das Haus Braunarl? Mittendrin. Von uns aus starten Sie direkt in Ihren Skitag. Wie wäre es z. B. heute mit einem Frühstart auf den Langen Zug – einer der steilsten präparierten Pisten der Welt?

Auf zum Langen Zug!

(c) Raphaela Seifert

Es ist frühmorgens. Zart zeigt sich oben am Himmel der erste Schein der Morgenröte. Unglaublich ruhig ist es. Lech liegt noch im Schatten der Nacht und wartet darauf, vollständig aufgeweckt zu werden. Aber nicht alle liegen brav in den Federn. Sie sind bereits auf den Beinen und ready to go – der Lange Zug wartet. Der Lange Zug ist ein Hang, der seinen Einstieg auf 2.049 m hat, 852 m lang ist und ein durchschnittliches Gefälle von 78 % aufweist. In der Rinne im oberen Bereich sind es ganze 80 % – deshalb lautet es auch nicht von ungefähr, dass der Lange Zug keine Fehler verzeiht. Beim Frühstart am Langen Zug können Sie sich dieser Herausforderung in Begleitung eines erfahrenen Guides stellen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie unbedingt einen sicheren Parallelschwung auf roten Pisten und Skirouten unter ihren Fähigkeiten wissen!

Eine Piste, die es in sich hat

(c) Raphaela Seifert

Und dann ist es auch schon 7:30 Uhr. Treffpunkt: Talstation Rüfikopf Seilbahn. Ein wenig mulmig ist Ihnen zumute. Vor Ihrem inneren Auge breitet sich der Lange Zug aus: eine Rinne mit 80 % Gefälle. Aber es sind ja noch andere um Sie herum, die ebenfalls da hinunterwollen, und natürlich Ihr Guide. Außerdem: Das Leben ist zu kurz, um auf Abenteuer wie dieses zu verzichten. Es kribbelt in Ihrem Körper. Mit der Seilbahn schweben Sie zusammen nach oben und dann stehen Sie schon am Beginn dieser Piste, die es richtig in sich hat. Sie müssen sich nur noch abstoßen. Das Panorama ist schon einmal großartig. Unten Schatten, oben der rötlich sanfte Schein der Morgensonne. Die Gipfel blitzen majestätisch weiß im ersten Licht. Die Pisten sind noch unbefahren, ruhig und herrlich präpariert. Auch der Lange Zug wird sorgfältig jeden Tag präpariert, um Ihnen ein tolles Fahrerlebnis zu ermöglichen. Also, los geht’s: Und der Lange Zug gehört ganz Ihnen. Sie merken gar nicht mehr, wie steil die Piste ist. Es zählt nur mehr der Schwung, die Konzentration, das Geräusch Ihrer Skier auf dem Schnee. Richtiges Pisten-Feeling. Das gibt’s nur am Arlberg. Das ist Leidenschaft, Freiheit, Abenteuer – alles in einem.

Stärkung & Entspannung – das haben Sie sich verdient!

(c) Raphaela Seifert

Nach Ihrem Erlebnis am Langen Zug haben Sie sich nun wirklich eine Pause verdient. Und ein Glas prickelnden Champagner, den gibt’s inklusive für alle, die sich dem Abenteuer gemeinsam mit dem Guide stellen. Jetzt ist die Sonne ganz aufgegangen, die Pisten füllen sich langsam und Sie haben schon richtig etwas erlebt. Zum Mittagessen geht es vielleicht ins Schlegelkopf Restaurant oder ins Wolff, um wieder Kräfte zu sammeln. Nachmittags könnte man sich vorstellen, zum Après-Ski zur Balmalp zu starten. Hier ist immer etwas los. Zum Entspannen wartet das Aurora und das Haus Braunarl schon auf Sie. Im kleinen, feinen SPA-Bereich des Aurora mit liebevoller Einrichtung gibt’s nur das Beste für Körper & Geist: Egal ob in der Sauna oder im Aromadampfbad, umgeben von würzigen Kräuterdüften… Und eine Massage bringt im Nu Ihren Kreislauf wieder in Schwung. Ebenso wohl tut das Eintauchen in die Wellnessoase im Haus Braunarl – irrsinnig gemütlich und wie gemacht, um ruckzuck zur Ruhe zu kommen Danach nehmen Sie in unserem Restaurant im Aurora Platz und lassen sich von feinen österreichischen und internationalen Köstlichkeiten den Gaumen verwöhnen, stets aus hochwertigen regionalen Produkten und in kreativen Kombinationen. Dazu ein gutes Glas des Aurora Hausweins. Ihre Geschichte über das Abenteuer am Langen Zug wollen wir natürlich ausführlich hören. Und dann geht schon wieder ein herrlicher Tag in Lech am Arlberg zu Ende.

Und Sie sind reicher um ein Erlebnis, das Sie nicht mehr so schnell vergessen werden!

Ihre Familie Muxel

 

 

Das Aurora vor 60 Jahren – der 12.12.1959

Am 12.12.1959, heute vor 60 Jahren, habe ich das erste Mal im neuen, kleinen Aurora geschlafen: Eine tränenreiche Nacht zwischen ungewohnt weißen Wänden. Ich vermisste das holzvertäfelte warme Stüberl im Alpina. Meine Mama und mein Papa haben wegen meinem Gejammer und den vielen Fragen, wie es wohl mit uns vieren und diesem kleinen Häuschen weitergeht, auch nicht gut geschlafen. (Bernd war schon bei uns, aber noch nicht „auf der Welt“.)

Es sollte nicht bei der einzigen schlaflosen Nacht bleiben. Aber mit viel Herzblut und Arbeit ist es Mama und Papa gelungen, das Aurora in ein heimeliges Haus umzugestalten, in dem Bernd und ich eine wunderbare Kindheit verbringen und ich eine Familie gründen durfte.

Das Aurora ist jedoch nicht nur unser Elternhaus, es ist auch Urlaubsheimat für Menschen aus der ganzen Welt geworden. Ist es nicht etwas ganz Besonderes, dass wir, meine Eltern, dann ich und jetzt auch meine Kinder, hier eine herausfordernde Lebensaufgabe gefunden haben? Dass wir Gäste willkommen heißen dürfen, um ihnen die Tage in unserer herrlichen Natur nachhaltig schön zu gestalten?

Der 12.12.2019 ist ein besonderer Tag für mich, an dem ich gerne innehalten und DANKE sagen möchte. Für viele erfüllte Jahre mit diesem, für mich so wunderbaren Haus, das mir neben einer wertvollen Lebensaufgabe auch viele besondere Begegnungen geschenkt hat. Das Aurora und ich werden auch weiterhin aneinander „arbeiten“ und weiterhin dankbar für alles bleiben: für die große Familie, die treuen Mitarbeiter, die guten Nachbarn, das Daheimsein im Dorf am Fuß des Omeshorns, dem schönste Berg der Welt – für mich jedenfalls.