Schlagwort-Archiv: Wanderherbst

VOM WANDERN UND VOM ANKOMMEN

Liebe Gäste und Freunde,

es gibt diese Tage, an denen wir schon voller Energie aufwachen. Ein Blick aus dem Fenster, die Sonne kriecht gerade hinter den Berggipfeln hervor, und wir wissen, heute ist ein Tag voller Erlebnisse und Aktivitäten. Dann machen wir uns auf, packen unsere Wandersachen und gehen los, um keinen dieser Augenblicke zu verpassen und das Wetter in vollen Zügen zu genießen. Die warme Herbstsonne scheint uns auf den Rücken und soweit das Auge reicht, sehen wir die satten Farben dieser bunten Jahreszeit.

Halbtagswanderung auf die Hasenfluh

An solch einem Tag sind wir zu einer Wanderung auf die Hasenfluh auf 2.534 Metern aufgebrochen. In diesem Jahr fährt die Seekopfbahn das erste Mal auch im Sommer – Grund genug also, das auszunutzen. Komfortabel im gemütlichen Sessellift fuhren wir Richtung Zürser See nach oben. Es gibt eine goldene Regel, wenn man oben aus dem Lift aussteigt: Man muss sich in die Sonne stellen, tief einatmen, die frische Bergluft bis in die letzten Zehenspitzen spüren, den Blick schweifen und alles auf sich wirken lassen. Dann wird man von einem tiefen Wohlgefühl erfüllt und spürt die Kraft der Berge.

Der Zürser See liegt ganz ruhig vor uns. Er strahlt eine tiefe Ruhe aus und wir saugen seine Energie in uns auf. Von der Bergstation sind wir nach einer guten Stunde Fußmarsch auf der Hasenfluh angelangt. Der Weg dorthin ist eine wahre Augenweide: bunte Wiesen, Felsmassive und natürlich jede Menge markante Gipfel. Über eine Grasflanke und durch eine Karmulde, die zwischen der mauergleich ansteigenden Hasenfluh verläuft, erreichen wir eine pultartige Anhöhe. Vor unseren Augen tut sich ein sagenhafter Blick auf die umliegende Bergwelt und den Flexenpass, den Rüfikopf, die Felspyramide Roggspitz und Valuga auf. Wir sehen klein unter uns Lech. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Alles unter uns ist klein und unbedeutend und wir sind ganz im Hier und Jetzt und genießen den Moment.

Abkühlung am Zürser See

Nach einem Eintrag in das Gipfelbuch und einer kleinen Stärkung, gehen wir zurück zum Zürser See. Nach dieser Anstrengung lockt eine kleine Abkühlung und wir lassen die Füße in den tiefblauen See baumeln. Was wäre eine Wanderung ohne eine Belohnung am Ende? Den Apfelstrudel im Seekopfrestaurant haben wir uns redlich verdient. Wir sind mit unserer Halbtagstour sehr zufrieden. Wer jedoch noch ein Ticken sportlicher sein möchte, kann die Tour auch von Lech oder Zürs aus starten.

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie

 

WANDERHERBST IN LECH AM ARLBERG

 

Liebe Gäste und Freunde,

keine Zeit im Jahr ist wie der Herbst. Wenn sich die Blätter so fröhlich bunt färben und das Licht der Sonne golden und warm auf Wiesen, Wäldern und Fels glänzt. Dann freut sich unsere Wanderseele im Aurora und Haus Braunarl – denn der Berg ruft zu unzähligen unvergesslichen Erlebnissen. Eine besondere Wanderung, die wir Ihnen heute gerne ans Herz legen möchten, ist die Tour zum Gipfel des Mohnenfluh.  Am besten bei Sonnenuntergang, dann ist die Stimmung wirklich magisch. Wir nehmen Sie mit auf den Weg, bis nach ganz oben…

Die warmen Herbsttage am Berg genießen

Der Herbst – das ist eine Jahreszeit, die wie Musik in unseren Ohren klingt! In Lech am Arlberg bedeutet das: die frische, klare Luft genießen, den Weitblick und die vielen Möglichkeiten unterwegs am Berg. Die Natur zeigt noch einmal vor dem Winter alles was in ihr drin steckt. Das Ergebnis ist ein buntes, intensives Farbenspiel, Tage vergehen wie im Fluge. Gemütlich, aktiv – ganz wie es beliebt. Oder einfach beides! Nach einem entspannten Tag am Waldschwimmbad juckt es uns noch in den Beinen nach mehr – einer Wanderung! Wir wollen die Stunden bis zum letzten Sonnenlicht auskosten. Und ganz ehrlich: die letzten Stunden des Tages sind auch die schönsten. Wenn sich alles dem Abend entgegenneigt, wird das Licht weich und samtig, golden und warm. Nichts wie rein in die Wanderschuhe und los!

 

Sonnenuntergangswanderung zum Mohnenfluh

Wir müssen auch nicht lange überlegen, das Ziel ist schnell auserkoren: der Gipfel des Mohnenfluh soll es sein! Eine anspruchsvolle Wanderung auf bis zu 2.542 m. Von Oberlech aus geht es aber erst mal gemütlich voran, wir traben voller Taten- bzw. Gipfeldrang an der Kriegeralpe und an den Gipslöchern vorbei, Richtung Steinmäderlift. Die Region hier kennen viele im Winter in- und auswendig, wenn sie über die Pisten jagen oder sich durch die tief verschneiten Wälder schlagen. Dann ist kaum zu erahnen, welche Blütenpracht und Naturjuwel sich unter dem Schnee verbirgt… Wenn wir so dahinwandern, berührt uns diese Wandlungskunst der Natur wieder bis ins Innere. Ruhe umgibt uns und diese herrlich frische Luft, von der wir gar nicht genug bekommen können. Nach teils bereits steilen Wegstücken erreichen wir den Mohnenfluhsattel, wo sich dahinter der Butzensee verbirgt – einer unserer Lieblingsseen mit seinem klaren, schimmernden Blau, eingebettet in die die sonst karge Gebirgslandschaft. Hier verweilt man gerne ein bisschen und lässt die Seele baumeln. Aber noch nicht jetzt – wir wollen weiter! Und zum Gipfel ist es nicht mehr weit, gleich haben wir es schon geschafft!

 

Der Moment ganz oben – Berge für die Seele

Das letzte Stück über steile Serpentinen, Fels und Geröll ist anstrengend, aber die Freude auf das Gipfelerlebnis treibt uns immer weiter…Und dann stehen wir nach dem Aufstieg oben auf 2.542 m – und das Gefühl ist unbeschreiblich. Vor uns tut sich ein atemberaubender Ausblick über Vorarlberg, den Widderstein, das Omeshorn und die Braunarlspitze auf. Sogar den Bodensee können wir von hier aus in der Ferne erkennen! Nachdem wir den Blick in uns aufgesogen haben, freuen wir uns auf eine Stärkung bei einer feinen Jause. Wir lassen uns rund um das Kreuz auf den Steinen zufrieden nieder, die letzten Sonnenstrahlen wärmen unser Gesicht. Der Horizont ist ganz von diesem magischen roten Licht gefärbt. In diesem Moment sind wir völlig allein hier oben. Nur der Wind pfeift ein wenig um die Felsen. Unser Private Luxury Moment. Und wir nehmen den Moment auf, mit Haut und Haaren und prägen ihn uns ein. Um noch Licht für den Abstieg zu haben, brechen wir schließlich auf. Doch dieser Augenblick bleibt in unserem Herzen, stärkt Körper und Geist. Das sind wirklich Berge für die Seele…

Solche Momente gibt es in Lech am Arlberg in Mengen. Man muss nur auf die Suche gehen. Mit den Wanderschuhen an den Füßen und der Freude am Erleben im Herzen. Wir freuen uns schon sehr darauf, gemeinsam mit Ihnen diese Augenblicke im Wanderherbst am Arlberg zu sammeln!

Tourdaten: Mohnenfluh, 2.542 m
Schwierigkeit:
anspruchsvoll
Länge: 10,99 km (Auf- und Abstieg)
Höhenmeter: 879 m (Aufstieg)
Dauer gesamt: 3:00 h

Bis bald in Lech,
Ihre Maria Burtscher mit Familie