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EIN SKITAG IN LECH AM ARLBERG

 

(c) Raphaela Seifert

Der Winter ist zum Skifahren da! Besonders in Lech, wo das eine ohne dem anderen undenkbar wäre. Die Bedingungen fürs Skierlebnis lassen sich auch wirklich sehen. 305 sorgfältig präparierte Pistenkilometer warten da auf Ihre Bretter und 87 Seilbahn- und Liftanlagen stehen bereit, um Sie schnell und bequem auf den Berg zu bringen. Und das Hotel Aurora und das Haus Braunarl? Mittendrin. Von uns aus starten Sie direkt in Ihren Skitag. Wie wäre es z. B. heute mit einem Frühstart auf den Langen Zug – einer der steilsten präparierten Pisten der Welt?

Auf zum Langen Zug!

(c) Raphaela Seifert

Es ist frühmorgens. Zart zeigt sich oben am Himmel der erste Schein der Morgenröte. Unglaublich ruhig ist es. Lech liegt noch im Schatten der Nacht und wartet darauf, vollständig aufgeweckt zu werden. Aber nicht alle liegen brav in den Federn. Sie sind bereits auf den Beinen und ready to go – der Lange Zug wartet. Der Lange Zug ist ein Hang, der seinen Einstieg auf 2.049 m hat, 852 m lang ist und ein durchschnittliches Gefälle von 78 % aufweist. In der Rinne im oberen Bereich sind es ganze 80 % – deshalb lautet es auch nicht von ungefähr, dass der Lange Zug keine Fehler verzeiht. Beim Frühstart am Langen Zug können Sie sich dieser Herausforderung in Begleitung eines erfahrenen Guides stellen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie unbedingt einen sicheren Parallelschwung auf roten Pisten und Skirouten unter ihren Fähigkeiten wissen!

Eine Piste, die es in sich hat

(c) Raphaela Seifert

Und dann ist es auch schon 7:30 Uhr. Treffpunkt: Talstation Rüfikopf Seilbahn. Ein wenig mulmig ist Ihnen zumute. Vor Ihrem inneren Auge breitet sich der Lange Zug aus: eine Rinne mit 80 % Gefälle. Aber es sind ja noch andere um Sie herum, die ebenfalls da hinunterwollen, und natürlich Ihr Guide. Außerdem: Das Leben ist zu kurz, um auf Abenteuer wie dieses zu verzichten. Es kribbelt in Ihrem Körper. Mit der Seilbahn schweben Sie zusammen nach oben und dann stehen Sie schon am Beginn dieser Piste, die es richtig in sich hat. Sie müssen sich nur noch abstoßen. Das Panorama ist schon einmal großartig. Unten Schatten, oben der rötlich sanfte Schein der Morgensonne. Die Gipfel blitzen majestätisch weiß im ersten Licht. Die Pisten sind noch unbefahren, ruhig und herrlich präpariert. Auch der Lange Zug wird sorgfältig jeden Tag präpariert, um Ihnen ein tolles Fahrerlebnis zu ermöglichen. Also, los geht’s: Und der Lange Zug gehört ganz Ihnen. Sie merken gar nicht mehr, wie steil die Piste ist. Es zählt nur mehr der Schwung, die Konzentration, das Geräusch Ihrer Skier auf dem Schnee. Richtiges Pisten-Feeling. Das gibt’s nur am Arlberg. Das ist Leidenschaft, Freiheit, Abenteuer – alles in einem.

Stärkung & Entspannung – das haben Sie sich verdient!

(c) Raphaela Seifert

Nach Ihrem Erlebnis am Langen Zug haben Sie sich nun wirklich eine Pause verdient. Und ein Glas prickelnden Champagner, den gibt’s inklusive für alle, die sich dem Abenteuer gemeinsam mit dem Guide stellen. Jetzt ist die Sonne ganz aufgegangen, die Pisten füllen sich langsam und Sie haben schon richtig etwas erlebt. Zum Mittagessen geht es vielleicht ins Schlegelkopf Restaurant oder ins Wolff, um wieder Kräfte zu sammeln. Nachmittags könnte man sich vorstellen, zum Après-Ski zur Balmalp zu starten. Hier ist immer etwas los. Zum Entspannen wartet das Aurora und das Haus Braunarl schon auf Sie. Im kleinen, feinen SPA-Bereich des Aurora mit liebevoller Einrichtung gibt’s nur das Beste für Körper & Geist: Egal ob in der Sauna oder im Aromadampfbad, umgeben von würzigen Kräuterdüften… Und eine Massage bringt im Nu Ihren Kreislauf wieder in Schwung. Ebenso wohl tut das Eintauchen in die Wellnessoase im Haus Braunarl – irrsinnig gemütlich und wie gemacht, um ruckzuck zur Ruhe zu kommen Danach nehmen Sie in unserem Restaurant im Aurora Platz und lassen sich von feinen österreichischen und internationalen Köstlichkeiten den Gaumen verwöhnen, stets aus hochwertigen regionalen Produkten und in kreativen Kombinationen. Dazu ein gutes Glas des Aurora Hausweins. Ihre Geschichte über das Abenteuer am Langen Zug wollen wir natürlich ausführlich hören. Und dann geht schon wieder ein herrlicher Tag in Lech am Arlberg zu Ende.

Und Sie sind reicher um ein Erlebnis, das Sie nicht mehr so schnell vergessen werden!

Ihre Familie Muxel

 

 

Das Aurora vor 60 Jahren – der 12.12.1959

Am 12.12.1959, heute vor 60 Jahren, habe ich das erste Mal im neuen, kleinen Aurora geschlafen: Eine tränenreiche Nacht zwischen ungewohnt weißen Wänden. Ich vermisste das holzvertäfelte warme Stüberl im Alpina. Meine Mama und mein Papa haben wegen meinem Gejammer und den vielen Fragen, wie es wohl mit uns vieren und diesem kleinen Häuschen weitergeht, auch nicht gut geschlafen. (Bernd war schon bei uns, aber noch nicht „auf der Welt“.)

Es sollte nicht bei der einzigen schlaflosen Nacht bleiben. Aber mit viel Herzblut und Arbeit ist es Mama und Papa gelungen, das Aurora in ein heimeliges Haus umzugestalten, in dem Bernd und ich eine wunderbare Kindheit verbringen und ich eine Familie gründen durfte.

Das Aurora ist jedoch nicht nur unser Elternhaus, es ist auch Urlaubsheimat für Menschen aus der ganzen Welt geworden. Ist es nicht etwas ganz Besonderes, dass wir, meine Eltern, dann ich und jetzt auch meine Kinder, hier eine herausfordernde Lebensaufgabe gefunden haben? Dass wir Gäste willkommen heißen dürfen, um ihnen die Tage in unserer herrlichen Natur nachhaltig schön zu gestalten?

Der 12.12.2019 ist ein besonderer Tag für mich, an dem ich gerne innehalten und DANKE sagen möchte. Für viele erfüllte Jahre mit diesem, für mich so wunderbaren Haus, das mir neben einer wertvollen Lebensaufgabe auch viele besondere Begegnungen geschenkt hat. Das Aurora und ich werden auch weiterhin aneinander „arbeiten“ und weiterhin dankbar für alles bleiben: für die große Familie, die treuen Mitarbeiter, die guten Nachbarn, das Daheimsein im Dorf am Fuß des Omeshorns, dem schönste Berg der Welt – für mich jedenfalls.